Grundsätzliches zur Gefängnisseelsorge in der JVA Frankenthal

Gefängnisseelsorge ist ein besonderer Dienst der Kirche in der Lebens- und Arbeitswelt einer Justizvollzugsanstalt. Gefängnisseelsorge geschieht in ökumenischer Verbundenheit und tritt ein für die von Gott geschenkte Würde des Menschen in seiner Unvollkommenheit und Begrenztheit. Sie arbeitet in der Überzeugung, dass der christliche Glaube Kraft und Freiheit geben kann für die eigene Lebensgestaltung.

Gefängnisseelsorge richtet sich an:
– Menschen, die in der Institution Gefängnis leben. Sie unterstützt diese Menschen ausdrücklich in ihrem Bemühen, sich dem eigenen Leben zu stellen, sich zu verändern und ein sinnerfülltes Leben ohne Straffälligkeit zu führen.
– Menschen, die in der Institution Gefängnis arbeiten. Sie fragt mit den Betroffenen nach dem Sinn ihres Erlebens und Handelns und sucht nach Hilfen zur Bewältigung der Situation.
– Menschen, die durch die Institution betroffen sind. Sie begleitet Angehörige in deren belastender Situation und sucht mit ihnen nach Wegen damit umzugehen.

Zu den Aufgaben gehören: 
1. Regelmäßige Gottesdienste
2. Seelsorgerliche Einzelgespräche
3. Religiöse Gesprächskreise in Untersuchungs- und Strafhaft
4. Caritative Unterstützung
5. Besuche aus besonderem seelsorgerlichen Anlass
6. Seminare und Schulungen für Bedienstete
7. Angebote zur Freizeitgestaltung
8. Öffentlichkeitsarbeit (Schule/Gemeinde)
9. Unterstützung Inhaftierter nach der Haft 

Grundlage der Arbeit der Gefängnisseelsorger ist ein Rahmenvertrag der Kirchen mit den jeweiligen Landesregierungen. Für die katholische Gefängnisseelsorge hat die deutsche Bischofskonferenz ein Grundlagenpapier über den Auftrag der Kirche im Gefängnis verfasst: „Denkt an die Gefangenen als wäret ihr mitgefangen“ (Hebr 13,3)

Dokumentation über meine Arbeit

2015 hat der SWR für die Reihe „mensch leute“ eine Dokumentation über meine Arbeit gedreht. Sechs Jahre später stimmt natürlich einiges nicht mehr so wie damals, aber für einen ersten Blick hinter die Mauern ist der Film immer noch gut. Für die Veröffentlichung auf Youtube bin ich nicht verantwortlich. Solange die Doku online ist, verlinke ich sie aber gerne:

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